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Venustransit 2012

Beobachtung
des vollständigen Venustransites am 8. Juni 2004 mit der Palitzsch-Gesellschaf in Prohlis
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Venus, dieser strahlende Planet, gibt sich im Juni die Ehre
eines ganz seltenen Schattenspieles. Landläufig als Morgen-
und Abendstern bekannt, wird unser Nachbarplanet am 6.
Juni 2012 als dunkles Scheibchen vor der Sonne zu sehen sein.
Jedoch nur bei deren Aufgang und am Rand unseres Sterns. Zum zweiten Mal in
diesem Jahrhundert können wir, wenn das Wetter mitspielt - an
diesem Ereigniss teilhaben. Im Jahr 2004 hatten wir das große
Glück, den vollständigen Verlauf des Venustransites hier in
Prohlis mit rund 300 Gästen zu verfolgen. In der Geschichte der Astronomie
erlangte das Ereignis eine besondere Bedeutung. Im 18. Jahrhundert
hatte die Astronomiegemeinde auf Vorschlag von Sir Halley die Venustransite von 1761 und 1769 weltweit
beobachtet und daraus erstmals die Distanzen der Planeten in unserem Sonnensystem relativ genau berechnen können. Auch Johann Georg Palitzsch beteiligte sich an den Beobachtungen und zeichnete das Gesehene auf.
Seither gab es nur noch drei
Mal, in den Jahren 1874,1882 und 2004, Venustransite von der Erde aus zu verfolgen. Das 20. Jahrhundert blieb gänzlich ohne dieses astronomische Ereignis.
Das diesjährige Himmelsschauspiel ist das letzte für lange
Zeit, bevor eine Pause bis zum Jahr 2117 eintritt.
Für uns Mitteleuropäer wird der Venustransit erst wieder im
Jahr 2125 (Beginnphase) zu sehen sein. Auf eine vollständige
Beobachtung muß bis 2247gewartet werden oder man begibt sich
in andere Weltgegenden. Ingrid Körner
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