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Farben 

Nach der weiß-dunklen Winterzeit erfreuen die ersten Farbtupfer des Frühlings unser Auge. Doch was sind Farben eigentlich?
Fragen wir nach, werden wir vielfältige Antworten erhalten.

Johann Wolfgang Goethe, der eine eigene Farbenlehre schuf, schrieb einmal:

"Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden. In diesem Sinne können wir von denselben Aufschlüsse über das Licht erwarten. Farben und Licht stehen zwar untereinander in dem genauesten Verhältnis, aber wir müssen uns beide als der ganzen Natur angehörig denken, den sie ist es ganz, die sich dadurch dem Sinne des Auges besonders offenbaren will."

Goethes Farbenkreis zur Symbolisierung des menschlichen Geistes- und Seelenlebens,1809

Goethe stellte sich das Licht Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts als eine homogene Einheit vor. Er widmete sich mehr den physiologischen Wirkungen des Lichtes auf unsere Sinne.

Die Physiker beschäftigten sich seit Jahrhunderten damit, woher die Farben kommen und hatten mittels Prismen festgestellt, dass sich Licht in einzelne Farbbestandteile zerlegen und auch wieder zusammen setzen lässt.

Spektralfarben des sichtbaren Lichtes - jede Farbe hat ihre eigene Wellenlänge

Isaac Newtons Farbenkreis


So ließ sich auch die Entstehung des Regenbogens durch Brechung des Sonnenlichtes in den Regentropfen erklären.

Dass das für Menschen sichtbare Licht Bestandteil der universellen elektromagnetischen Strahlung ist, lernen die Kinder in der Schule. Unser Auge mit seinen Rezeptoren macht es möglich, die Farbbestandteile zu erfassen. Wir sehen die Farben.

Heute verraten uns die spezifischen Farbspektren ferner Sterne viel über deren Zusammensetzung. Die Wissenschaftler können sogar bei genauester Analyse der Spektren erkennen, ob sie ein extrasolarer Planet umkreist. 

Davon konnte Goethe noch nichts wissen. Seine Farblehre steht zwar nicht auf dem Boden der Physik, doch seine genauen Beobachtungen zur Harmoniewirkung können wir noch heute selbst überprüfen.

Beispielsweise notierte er:

„ist es der Erfahrung gemäß, daß das Gelbe einen durchaus warmen und behaglichen Eindruck mache.“

„gibt uns das Blaue ein Gefühl von Kälte.“

„[Rot gibt …] einen Eindruck sowohl von Ernst und Würde als von Huld und Anmut.“

„[In Grün findet unser Auge …] eine reale Befriedigung. Deswegen für Zimmer, in denen man sich immer befindet, die grüne Farbe zur Tapete meist gewählt wird“

„[Blau und Grün ist eine …] charakterlose Zusammenstellung. Sie hat immer etwas Gemein-Widerliches, deswegen unsere guten Vorfahren diese letzte Zusammenstellung auch Narrenfarbe genannt haben.“

Falls Sie einen neuen Frühjahrsanstrich in den eigenen vier Wänden geplant haben, dann streichen Sie Ihre Lieblings-"Farbe" auf.

Fakten und Bilder fand ich im Internet unter www. wikipedia.de

Ingrid Körner

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