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Kleiner Muck und weiße Rose

Information von: Jugend&KunstSchule Dresden multikulturell

 

Seit September vergangenen Jahres wird Dank der Förderung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen geprobt, Ferienprobenwoche und Premiere "Eine Geschichte vom kleinen Muck" am 13.02.2010, 15 Uhr in der Staatsoperette Dresden stehen vor der Tür.


Auf der Suche nach einem thematischen Ansatz für dieses genreübergreifende Projekt der Jugend&KunstSchule Dresden suchten wir vor der Haustür. An eine Geschichte, die auf Schloß Albrechtsberg spielt, war nicht vordergründig gedacht. Märchen bieten vielfältige Möglichkeiten, sich mit aktuellen Alltagsthemen auseinander zusetzen, Gutes und Schlechtes zu erkennen und Phantasie zu beflügeln. Also dann doch der Ort des Schlosses: allerdings in anderem Gewand. Das Türkische Bad erbaute der orienterfahrene Carl von Diebitsch nach Vorlagen der Alhambra in Granada. Bereits 1953 stellte die experimentierfreudige (Innen-)Architektur des Schlosses Albrechtsberg die Vorlage für den Wolfgang Staudte-Film „Der kleine Muck“.

„Der kleine Muck“ – behindertes Kind, Waise, auf der Suche nach dem Glück, gegen Krieg und Intoleranz. Der Reichtum arabischer Kultur im Gewand des 1826 erschienenen Märchens von Wilhelm Hauff beendete unsere Suche. Ein Inszenierungsvorhaben in der Begegnung der Kulturen zwischen Orient und Okzident war geboren. Lassen sich doch in märchenhaftem Gewand aktuelle Alltagsfragen mit Kindern und Jugendlichen erarbeiten, Fremdes erkunden, die Begegnungen mit Unbekanntem arrangieren. Gerade in einer Zeit der massiven kriegerischen Auseinandersetzungen von Völkern im arabischen Raum, der immer wiederkehrenden (nicht nur optischen) Erfahrungen aus Nachrichtensendungen und Printmedien sind Kinder und Jugendliche mehr denn je gefordert, für sich und ihr eigenes Leben Antworten zu finden. Historische Wurzeln erkennen, fremde Kulturen erfahren, Lebenswelten Anderer erleben ist für die ganzheitliche Entwicklung unmittelbar notwendig.

Von Anfang an war klar, dass neben den Sängerinnen des Mädchenchores, Tänzerinnen und Tänzer der Tanzbühne Kaleidoskop, Spielerinnen und Spieler der Figurentheatergruppe und der Theatergruppe agieren sollen. Die Trickfilmer und Zeichnenden gestalterische Aufgaben wahrnehmen. Und auch Kinder, die die Grenzen ihrer eigenen Kurswelt überschreiten werden (Sängerinnen als Spielende, Tanzende als Sprechende etc.). Involviert sind auch Schülerinnen und Schüler der Chorbühne an der 63. Grundschule im Rahmen eines GTA-Projektes. Das Nader Khafif Quartett aus der Dresdner „Seidenstraße“ begleitet und gestaltet live das Bühnengeschehen und ist besonders für die beteiligten Kinder und Jugendlichen nicht nur eine künstlerische Erfahrung.

Das Spielbuch schuf Dieter Beckert, Katja Heiser führt Regie, Claudia Sebastian-Bertsch, Annett Lohr, Sabine Oeft, Oliver Georgi sind die künstlerischen Leiter, Simone Hermsen gestaltete die Kostüme, Ralf Köhler das Bühnenbild. Erik Brünner ist der Erzähler, alle anderen 72 Akteure sind die Kinder und Jugendlichen selbst. Interessierte Besucher allen Alters werden erwartet und wie sagte eine Darstellerin: "Viele sollen sehen, dass Kunst Spaß machen kann und vor allem Menschen verbindet. Manchmal begegnet der kleine Muck mir auch im Alltag, als anders Seiender und dann bedarf es vieler, damit er nicht diskriminiert wird. Die Gemeinschaft, für Schwache da zu sein, ist nicht nur auf der Bühne wichtig." Und auch deswegen wird die weiße Rose sichtbar sein.

Heike Heinze
Leiterin Jugend&KunstSchule Dresden

Kontakt:

Telefon: +49351 - 79688512
Mobil: +49174 - 3396729
FAX: +49351 - 79688511
E-Mail: HHeinze@jks.dresden.de


Premiere 13.02.2010, 15 Uhr, Staatsoperette Dresden
Weitere Vorstellungen:
14.02.2010, 15 Uhr, Staatsoperette Dresden
20.03.2010, 15 Uhr, Jugend&KunstSchule Dresden, Schloß Albrechtsberg, Bühne im Torhaus
21.03.2010, 15 Uhr, Jugend&KunstSchule Dresden, Schloß Albrechtsberg, Bühne im Torhaus
Karten zum Preis von 8,50 EUR, 5,50 EUR ermäßigt für den 13./14.02.2010 unter 2079929

Foto: www.dresden.de

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