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Frau Spitz und die guten Vorsätze

Da muss ich gleich mal meinen Senf zu den guten Vorsätzen geben. Meiner Meinung nach beginnt Motivation vor dem Spiegel. 

 
Früh schleppen sie sich müde ins Bad. Beim vorsichtigen Blick in den Spiegel erschrecken sie dann immer. Und ich muss sofort an die Worte meiner Freundin, Frau Elster denken, die ähnliches beobachtet hat und dazu den Spruch prägte: „Willst du dir den Tag versauen, musst du in den Spiegel schauen.“ 
Was das neue Jahr 2010 betrifft, da bin ich der Meinung, es wird alles besser. Seien wir mal ehrlich, es kann ja schon fast nicht mehr schlimmer kommen. Mehr kann man ja aus den Menschen, genauer gesagt aus den Arbeitenden nicht mehr herausquetschen. Selbst in der Sklavenhaltergesellschaft wurden die Sklaven besser behandelt. Schließlich waren sie teuer erkauft und ihr Geld wert. 
Und die Arbeitslosen, die sind auch nicht unnütz, mit denen kann man auch jede Menge Geld machen, ganze Wirtschaftszweige und Kommunen leben davon, Bildungs- und Inkassounternehmen, Gerichtsvollzieher und Sozialarbeiterinnen und natürlich die Bundesanstalt für Arbeit, eine Agentur kann das nicht sein, so wie die mit ihren Kunden umgeht. 
Warum die eigentlich so heißt, weiß kein Mensch. Denn wer denkt, dass diese Anstalt Arbeit vermittelt, der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet. Manche sagen aber das Wort Anstalt trifft es genau, weil sie sich wie in einer vorkommen, wenn sie in einer neuen Eingliederungsvereinbarung die unsinnigsten Bewerbungsforderungen aufgetischt bekommen, und die Förderung mal wieder unter den Tisch fällt.
Also, wenn sie mich fragen, es wird alles besser, besser für die Oberen und besser für die Hartz lVer, die dienen immer besser als Sündenböcke und negatives Beispiel zur Abschreckung für alle anderen.
Aber mich fragt ja keiner, kraaahhh, kraaahhh. 

Ihre Frau Spitz 

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