Tagebuch - aktuelle Mitteilungen 2010

  

04.09.2010

Hallo Liebe Nutzer und Besucher unserer Internetseite!



Bevor wir zu unserer Arbeit kommen, wünschen wir allen Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Start ins neue Schuljahr. Mögen alle Schülerinnen und Schüler ihr nächstes Klassenziel erfolgreich erreichen. Nun wieder zu unserer Arbeit. Seit einiger Zeit ist uns bekannt, dass der Bischof Mixa zurück getreten ist. Wegen sexuellem Missbrauch von Kindern, das finden wir sehr gut. Viel zu lange hat die Kirche dazu geschwiegen. Nach dem Grundgesetz Artikel 1 ist die Würde des Menschen unantastbar. Wir meinen , das gilt auch und im Besonderen für die Kinder. Auch nach Kirchenrecht ist der Herr Mixa ein Verbrecher. Hoffentlich ist die Kirche so gewissenhaft in der Aufarbeitung von diesen Verbrechen, wie sie sich zur Zeit in der Öffentlichkeit darstellen. Auch in den anderen Gremien der Gesellschaft muss mit dem Thema würdevoller und gerechter mit den Opfern umgegangen werden. 
Nun noch einmal zu dem Projekt „Barrierefreier Balkon“. Endlich sind die Arbeiten fertig. Nun kommen die Planer zur Endabnahme. Wir können jedenfalls sagen, die Lösungen sind perfekt. Auch sind sie sehr schön. Ich wünsche dem Projekt viele Nachahmer und Nutzer. Das nicht nur in meinem Namen, sondern auch im Namen meines Mannes Lutz und meiner Nachbarin Frau Meißner. Viele Menschen könnten von dieser Lösung profitieren, auch die Vermieter, können sie doch ihre Wohnungen besser vermieten. Ein Balkon ist heute Standard. Was nützt der Balkon aber, wenn er nicht benutzt werden kann. Keiner hat was von diesen ungenutzten Balkons. Für uns ist er lebenswichtig. Wie soll ich mit 139 cm Körpergröße sonst unsere Wäsche trocknen? Das ist doch klar, dass wir den Balkon zum Aufstellen eines für mich geeigneten Wäschetrockners brauchen. Nun noch einmal zum Balkon: Erfreulicherweise ist er nun seit dem 5.7.2010 fertig gestellt. Der nächste Balkon ist der von meiner Nachbarin. Sie freut sich schon sehr darauf, mit ihrem Fahrstuhl auf den Balkon fahren zu können, ohne Hilfe. Im Grunde braucht jeder einen Balkon. Jeder Mensch kann heute oder morgen durch einen Unfall schwerbehindert werden. Wir wünschen es niemandem. Aber es ist nun mal Fakt. Wir sind sehr froh über diese Idee des Balkonumbaues.

Nun noch eine wichtige Information an alle Nutzer unserer Internetseite:
Die Initiative Lebensweg führt ab dem 1.9.2010 ihre Sprechstunden zu den bekannten Zeiten am Dienstag von 13:00 - 18:00 Uhr und am Donnerstag von 13:00 – 18:00 Uhr durch. 
Sonst nach Anmeldung unter 0173-9340259 oder im Büro der Bürgerinitiative Prohlis e.V. unter Telefon 0351-2723177.

Achtung! Neue Anschrift ab dem 1.9.2010:
Prohliser Allee 33
01239 Dresden

Wir hoffen alle sehr, dass für Sie, werte Besucher der Bürgerinitiative Prohlis e.V. und der Initiative Lebensweg, die zentralere Lage unserer Büroräume Ihnen den Besuch unserer Sprechstunde sowie den Besuch unserer Veranstaltungen erleichtert. Wir gratulieren unserem ständigen Partner Bürgerinitiative Prohlis e.V. zum Einzug in die neuen Büroräume, danken für die lange und gute Zusammenarbeit. Immerhin schon seit 2003 und sagen: Auf ein Neues! In freundlicher Verbundenheit die Gründer der Initiative Lebensweg Kerstin und Lutz Rößler.

Nun noch eine erfreuliche Meldung. Ab sofort habe ich wieder eine Möglichkeit, unser Taschenbuch „Ungeliebtes Inzestkind“ herstellen zu lassen. Bestellungen über E-Mail oder Telefon oder zu den Sprechzeiten der Initiative Lebensweg oder der Bürgerinitiative Prohlis e.V. . Dass sich viele Interessenten melden, ist unser größter Wunsch. Das kann hoffentlich jeder verstehen. 
Nun noch zum Stand des Gerichtsverfahrens. Wir warten noch immer auf das Ergebnis aus Erlangen. Hoffentlich können wir im Oktober mal etwas Neues und Positives melden.
Durch den Büroumzug waren die Computer zeitweise still gelegt. Sollte jemand feststellen, dass wir noch Antwort schuldig sind, bitte melden Se sich noch einmal.
Liebe Andrea und Uwe! Vielen Dank für Eure Post. Liebe Ulrike M. Dierkes! Vielen Dank für Deine Post. Liebe Grüße an Euch drei. Euer Lutz und Kerstin Rößler.

Im Oktober gibt es wieder Neuigkeiten. 
Zum Schluss laden wir alle Prohliser, Dresdner und Gäste zum Prohliser Herbstfest 2010 ein. Es findet vom 17.9. bis 19.9.2010 statt. Im Rahmen dieses Festes findet auch wieder die Vereinsmeile statt, und zwar am 17.9.2010 in der Zeit von 10 bis 17 Uhr.

Kerstin und Lutz Rößler

 

05.07.2010

Hallo Liebe Nutzer und Besucher unserer Internetseite!


Wir wünschen Ihnen /Euch allen einen schönen Sommer. Allen Fußballfans eine schöne und spannende Weltmeisterschaft. Der Anfang war ja schon sehr spannend und bot einige Überraschungen. Auch das Geschehen außerhalb des Spielfeldes ist auch für nicht Fußballfans sehr interessant. Der Fan oder nicht Fan erfahren viel über das Land und die Kultur von Südafrika. 
Nun aber Wieder zu unserer Arbeit.
Ich kann berichten, das Gespräch mit der Rechtsanwältin war sehr positiv. Im Herbst
wird unsere Rechtsecke wahrscheinlich starten. Wie im vorangegangenen Eintrag
geschrieben, werden wir den Termin rechtzeitig bekannt geben. Jedenfalls ist sehr großes und ehrliches Interesse vorhanden. Des weiteren bin ich an einer Zusammenarbeit mit einer Journalistin interessiert und suche einen Verlag, der unsere Schwarzdruckausgabe von unserem Buch neu verlegt. Auch würde uns eine Druckerei helfen, welche bereit wäre, unser Buch nach Bestellung und Bedarf kurzfristig zu drucken. Wer kann uns helfen???! Vielen Dank im Voraus. Ich bin gespannt, wenn es endlich weiter geht im Verfahren meines Mannes. Wir warten noch immer auf das Ergebnis des genetischen Gutachtens aus Erlangen. Nun noch einige Informationen über das im letzten Interneteintrag erwähnte
Projekt barrierefreier Balkon des Vereins Idee 01239 Dresden e.V., der Bürgerinitiative Prohlis e.V. und der Albert Schweitzer Schule Dresden Prohlis, an welchem wir als Ehepaar selbst teilnehmen. Die Planung und Umsetzung gehen so rasant voran, dass bei uns der Unterbau schon seit dem 23.06.2010 steht. Seit 28. 06.2010 sind die Arbeiten abgeschlossen und die nächsten Balkone kommen an die Reihe. Wir wünschen allen Beteiligten, das es so reibungslos klappt, wie bei meinen Mann und mir. Die Handwerker sind jedenfalls große Klasse. Ihnen und den Sponsoren gilt unser ganz herzlicher Dank. Ich hoffe, dass viele Vermieter diese Ideen aufgreifen und nutzen- sie haben es verdient, weiter verwendet zu werden, zum Wohle aller Menschen. 

Der Bürgerinitiative Prohlis wünschen die Gründer der Initiative Lebensweg Lutz und Kerstin Rößler, zum am 6.7.2010 stattfindenden Tag des Hundes gutes Gelingen und viele interessierte Besucher. Unser Dank gilt auch den anwesenden Fachleuten, welche ihre Freizelt unentgeltlich zur Verfügung stellen. Bei dieser Gelegenheit möchten wir alle Hundehalter und an Hunden interessierten Bürger einladen, von diesem kostenlosen Beratungsangebot rege Gebrauch zu machen. In diesem Sinne wünschen Wir Ihnen einen schönen Sommer und da die Sommerschulferien gerade begonnen haben, allen Schulkindern schöne und erholsame Ferien.

Lutz und Kerstin Rößler.

 

05.06.2010

Hallo Liebe Besucher und Nutzer unserer Internet Seite 

 Wir wünschen Ihnen allen einen schönen Sommer, und wer schon hat schöne Ferien. Wir hoffen Ihnen allen geht es gesundheitlich gut. Wir können nicht klagen. Allen Kindern wünschen wir einen schönen Kindertag. Mögen sie alle einen schönen Tag haben und eine unbeschwerte Kindheit Genießen. Das wünschen von Herzen mit lieben Grüßen Kerstin und Lutz Rößler, Gründer der Initiative Lebensweg Dresden. Kinder sind unsere Zukunft.

Neues von uns. Das Verfahren an Hand des genetischen Gutachtens läuft weiter.
Die genetischen Proben sind zur Untersuchung gesendet worden. Im vorangegangenen Eintrag hatten wir gehofft, dass die Ergebnisse schon das sind, leider hat sich das alles verzögert. Aber für die 
Gerechtigkeit ist es uns wichtig, dass der Fall meines Mannes überhaupt weitergeht. Wir 
teilen Ihnen den weiteren Stand mit. Für die Zukunft planen wir eine informatorische Rechtsecke für Opfer von Inzest und sexuellen Missbrauch. Wir sind im Gespräch mit einer Rechtsanwältin.
Hoffentlich kommt eine Zusammenarbeit zustande. Das wäre sehr gut. Mit Tipps und Hinweisen wollen wir Sie ermutigen, liebe Opfer, Ihre Rechte wahr zu nehmen und zu nutzen. Vor allem, wollen wir Ihnen die Angst vor den Behörden und der Polizei nehmen. Wichtig ist es auch mit dem Vorurteil aufzuräumen, uns glaubt ja sowieso keiner. Über den Beginn informieren wir Sie rechtzeitig. 
Ihre Fragen sind jederzeit willkommen. Zum Beispiel: Wie verhalte ich mich vor Gericht? Wie ist der
Verfahrensweg? Wie finde ich einen Fachanwalt? Welche Fristen und Beweismittel sind nötig? Wann erhalte ich Prozesskostenhilfe? Das sind nur einige Fragen, die wir für Sie behandeln werden. Drücken Sie uns die Daumen, dass die Zusammenarbeit zustande kommt. Wir sind für die Opfer und Ihre Angehörigen da.

Mit sommerlichen Grüßen 
Lutz und Kerstin Rößler.



05.05.2010

Hallo Liebe Nutzer und Besucher unserer Internet Seite!

Heute beginnen wir mit einer guten Nachricht, das Verfahren um die Opferentschädigungsrente für meinen Mann geht nun endlich weiter. Darüber bin ich sehr froh. Vor allem freut mich, dass mein Mann und ich mal spüren, dass uns jemand helfen will. Darüber bin ich sehr glücklich. Es sieht so aus, dass wir gewinnen. In jedem Fall aber wird der Erzeuger meines Mannes bestraft. Darüber freue ich mich als Ehefrau sehr. Ich glaube wieder an die Gerechtigkeit. Ach ja, Gerechtigkeit ist ein gutes Stichwort. 

Wir hoffen, Sie hatten alle einen schönen ersten Mai. Nun ist das Ergebnis des  genetischen Gutachtens endlich da. Nun haben wir es schwarz auf weiß, dass der Bruder meiner verstorbenen Schwiegermutter der leibliche Vater meines Mannes ist. 

Nun eine bedauerliche Information. Ab dem 1. Mai 2010 steht mir mein ehrenamtlicher Mitarbeiter Herr Michael Ulrich aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Wir bedauern das sehr, aber Beruf geht vor. 

Jetzt möchten wir mal wieder zu einer regen Diskussion aufrufen. Es geht um den Runden Tisch gegen 
sexuellen Missbrauch in Berlin. Warum werden Inzestopfer nicht mit eingeladen? Die Inzestopfer sind 
doch das Ergebnis eines sexuellen Missbrauchs. Inzest und sexueller Missbrauch sind doch nicht zu trennen. Also gehören Inzestopfer auch mit an den Runden Tisch. Zumindest aber die Lobby für
Menschenrechte und Melina e.V. Stuttgart. Die Vorsitzende Frau Dierkes hat als betroffene sicher viel 
zu sagen. Das Bundesverdienstkreuz ist ein weiterer Beleg, zum einen für Ihr Fachwissen und zum anderen für Ihre langjährige Vereinsarbeit. Bis jetzt kann die Initiative Lebensweg mit der Gestaltung des Runden Tischs nicht zufrieden sein. Deshalb unsere Forderung an Frau Schröder, Bundesfamilienministerin: vergesst die Inzestopfer nicht. Wenn man schon sexuellen Missbrauch ehrlich und kritisch auf arbeiten will, dann mit allen Opfern. Auch unter den missbrauchten Heimkindern, können Inzestkinder sein. Zumal das Thema in der ehemaligen DDR tot geschwiegen wurde. 


Dasselbe gilt für die Opfer aus Internaten. Vielen kann es so gehen, wie meinem Mann Lutz. Er hat erst mit 39 Jahren erfahren, wer sein Vater ist. 

Für alle interessierten Mitbürger haben wir eine gute Adresse. 

Technische Universität Dresden
www.tu-dresden.de
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Technische Universität Dresden
Fetscherstr. 74, 01307 Dresden
Tel.: (0)351 4582891
Fax : (0)351 4584316
www.tu-dresden.de/medgen 

Dort kann sich jeder über Abstammungsfragen beraten lassen. Auch über Erbkrankheiten wird infomiert. Mein Mann und ich sind sehr froh, dass wir diesen Weg gegangen sind.
Wir können es nur jedem empfehlen. Wir würden es jeder Zeit wieder machen, wenn es nötig ist.

Lutz und Kerstin Rößler.

 

 

09.04.2010

Hallo Liebe Nutzer und Besucher unserer Internet Seite!

Wir wünschen Ihnen allen, dass Sie ein schönes Osterfest hatten mit vielen schönen Stunden im Kreise Ihrer Lieben.
Ihre Kerstin und Lutz Rößler.

Nun kommen wir aber wieder zu unserer Arbeit. Als erstes müssen wir wieder den "Spiegel" loben, der in den Printmedien am ausführlichsten dafür sorgt, das die Gesellschaft endlich ins Gespräch kommt und bleibt zum Thema sexueller Missbrauch an Kindern. Dies zeigt folgende Meldung:

Pädagogen teilten „sexuelle Dienstleister“ fürs Wochenende ein
06.März 2010 09:20 Uhr

Odenwaldschule
Nach der langen Reihe bekannt gewordener Missbrauchsfälle ringt die Katholische Kirche um Ihre Glaubwürdigkeit, sie ist jedoch nicht die einzige Institution, die solche Vorkommnisse vertuschte.
Jetzt wurden auch an einer bekannten hessischen Privatschule Fälle von sexueller Gewalt bekannt.
Auch an einer hessischen Privatschule sind Schüler sexuell missbraucht worden. Der Vorstand der Odenwaldschule, einer UNESCO Modellschule in Heppenheim, habe den jahrelangen Missbrauch von Schutzbefohlenen durch Pädagogen eingeräumt, berichtet die ,,Frankfurter Rundschau“. Die Schulleiterin Margareta Kaufmann sagte der Zeitung:" Es ist für mich eine Tatsache, dass hier mindestens seit 1971 sexueller Missbrauch stattgefunden hat". Ehemalige Schüler berichten der Zeitung davon, wie sie von Lehrern regelmäßig durch das Streicheln der Genitalien geweckt, wie sie als sexuelle Dienstleister für das ganze Wochenende eingeteilt und zu Oralverkehr gezwungen wurden. Einige Pädagogen hätten ihren Gästen Schüler zum sexuellen Missbrauch überlassen, schreibt die „FR“ weiter. Lehrkräfte hätten Schutzbefohlene geschlagen, mit Drogen und Alkohol versorgt oder beim gemeinschaftlichen Missbrauch eines Mädchens nicht eingegriffen. 

Angesicht dieser Meldung stellen wir uns die Frage, können Eltern ihre Kinder überhaupt noch mit ruhigen Gewissen, in die Schule schicken? Wir, die Gründer der Initiative Lebensweg, sehen die Sicherheit, nicht mehr gewährleistet, so lange noch solche Pädagogen im Dienst sind. Es kann nicht sein, dass die Politiker nur reden und nicht handeln. Wir sehen es als eine Schande, dass wieder nicht der Dialog mit den Opfern von Inzest und sexuellem Missbrauch gesucht wird, die betroffene Kirche aber zum Runden Tisch eingeladen wird. Wann redet die Politik mit den Opfern? Bis heute gibt es in der Bundesrepublik, keine verlässlichen Zahlen über Opfer von Inzest und sexuellen Missbrauch. Ich wundere mich nicht mehr, wenn die Opfer den Glauben an die Gerechtigkeit verlieren. Mein Mann ist ja ein gutes Beispiel, wie er um seine Opferentschädigungsrente kämpfen muss. Es ist eine Frechheit, wie die Opfer behandelt werden. Wir fordern, mehr Aktivität durch die Gesetzgebung, und mehr Handeln durch die Gerichte. Es kann nicht sein, das Täter, und Organisationen, sowie Familien wo diese abscheulichen Verbrechen vorkommen und geschehen, eine Straffreiheit erster Klasse genießen, und die Opfer werden bedroht, beziehungsweise erfahren nur durch Zufall von dem an Ihnen vergangenen Verbrechen. Das kann doch nicht wahr sein. Wenn die Gesellschaft nicht endlich begreift, dass Kinder unsere Zukunft sind, dann sehe ich schwarz für unsere Menschheit.
Die Lehrerausbildung muss in dieser Hinsicht reformiert werden. Es muss Seitens der Träger von Kindereinrichtungen gegenüber den Eltern sicher gestellt werden, dass ihren Kindern kein Leid geschieht. 

Neues Thema: 
Die Initiative Lebensweg unterwegs: Am 18.32010 waren wir mit unserem ständigen Partner, der Bürgerinitiative Prohlis e.V. und anderen Teilnehmern Mitgestalter des Seniorentags in Prohlis. Am Vormittag hatten die Bürger Gelegenheit, unsere Arbeit am Informationsstand kennen zu lernen. Am Nachmittag konnten uns die Bürgerin und der Bürger im Büro der Bürgerinitiative Prohlis e.V. besuchen. Der Vormittag war sehr interessant, besonders hat mich gefreut, das ich Gelegenheit hatte, mit jemandem vom "Weißen Ring" zu sprechen. Dieses Gespräch war sehr interessant. Hoffentlich meldet sich mal jemand.

Neuel Thema:
Heute müssen wir mal wieder sehr auf die Justiz und die Politik einwirken. Wir bitten alle
Amtsträger und Politiker, sich stärker für die Bekämpfung von Inzest und sexuellen Missbrauch einzusetzen. Die aktuelle Lage ist Besorgnis erregend und beängstigend zu gleich. Das kann doch nicht wahr sein, was unseren Kindern angetan wird. Angesichts der Vorfälle in Internaten und anderen kirchlichen Einrichtungen, verschiedener Träger und Betreiber, müssen die Politik und die Justiz ein Zeichen setzen, dass sexueller Missbrauch kein Kavaliersdelikt ist. Es kann doch nicht sein, das Täter ungestraft davonkommen. Die Opfer aber ein Leben lang mit den Folgen allein zurecht kommen müssen. Die Folgen sind seelisch und körperlich schlimm. Wann setzt endlich ein Umdenken ein? Wann steht die Gesellschaft endlich auf der Seite der Opfer von Inzest und sexuellem Missbrauch, und nicht nur auf der Seite der Täter? Seit gestern ist nun durch die Bildzeitung bekannt geworden, dass der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann seine Lebensgefährtin in ihrer Wohnung vergewaltigt haben soll. Die Ermittlungen laufen noch. Herr Andreas Türk ist rechtskräftig wegen Vergewaltigung verurteilt. Wo soll das noch hinführen? Hat Deutschland solche negativen Schlagzeilen nötig? Wir regen uns zwar über deutsche Touristen auf, die zwecks billigen Sexes nach Thailand reisen, aber um unsere innere eigene Einstellung zum Sex und zum Wert des Menschen, vor allen der Kinder, wird sich nicht genug gekümmert. Opfer von Inzest und sexuellen Missbrauch warten jahrelang auf Ihre Entschädigung. So wie mein Mann Lutz. Wann kommt das Sozialgericht Dresden endlich mal zu einem Ergebnis, das dem Opfer Lutz gerecht wird und allen anderen Opfern die Menschenwürde zugesteht. Nicht nur die Täter haben eine Menschenwürde. Es kann doch nicht sein, das die Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger demütig um einen Dialog am Runden Tisch bettelt bei der verlogenen Kirche, die Opfer werden nicht eingeladen und es wird nicht über die Folgen geredet. Wir müssen auch mit den Opfern reden. Die Gesellschaft muss versuchen, die Opfer zu Entschädigen, und zwar so zeitnah, wie möglich. Durch das Opferentschädigungsgesetz sind ja die Rahmenbedingungen geschaffen. Wann gedenkt die Justiz, diese so umzusetzen, dass die Opfer von Inzest und sexuellen Missbrauch nicht Jahrzehnte lang auf die dringend benötigte Entschädigungen warten müssen?
Diese Frage stelle ich allen Politikern und Richtern unseres Landes. Seit dem 26.2.2010 warten
Wir nun auf einen Bescheid. Das kann doch nicht wahr sein. Das Sozialgericht Dresden will
anscheinend den Fall zu Gunsten des Landesversorgungsamtes Sachsen aussitzen. Die Opferinteressen und -rechte lassen ja beide Behörden kalt. Im Fall meines Mannes besaß ja das Landesversorgungsamt Sachsen sogar die Frechheit, meinem Mann vorzuwerfen, er sei nicht Zeuge seiner eigenen Geburt. Er wüste ja sowieso alles nur durch seine Mutter. Ist diese Begründung Menschen- und opferwürdig? Ich meine Nein und schon gar nicht bei den gravierenden Folgen für Ihn. Er würde viel lieber auf die Entschädigung verzichten und gesund sein. Dies würde auch bedeuten, er könnte mich und sein Umfeld sehen. Ich will niemanden mehr als nötig kritisieren, aber betrachten Sie diese nachdenklichen Zeilen als Sachstandsanfrage. Laut Gesetz hat ein Bürger nach 14 Tagen ein Recht auf einen Zwischenbescheid. Also nun mal etwas Bewegung im Sinne der Opfer und im Sinne meines Mannes. Mit großer Freude begrüßen wir den Runden Tisch zum Thema sexuellen Missbrauch. Auch das Thema Inzest gehört dazu, schließlich sind Inzestkinder das Ergebnis, eines sexuellen Missbrauchs. Wenn schon über Entschädigung für die Opfer von sexueller Gewalt geredet wird, dann für alle und mit allen Opfern. Inzest und Sexueller Missbrauch sind nicht zu trennen. Die Folgen der genetischen Defekte sind schlimm. Geben Sie auch den Opfern von Inzest eine Menschenwürde. Das kann doch nicht wahr sein, wie sich hier Menschen verhalten. Warum dauert das so lange? 
Nun noch ein Wunder. Endlich hat sich mal die Frau Professor Schröck gemeldet, die für das Gutachten verantwortlich ist. Obwohl es schon seit dem 26.3.2010 beim Gericht sein sollte. Hier sind einige Dinge schief gelaufen. Zum Beispiel: wie kann das sein, dass Unterlagen aus der Kindheit meines Mannes erst angeblich verschwunden sind, und dann plötzlich wieder auftauchen? Ich find das sehr komisch. Nun ja, jetzt haben wir den Termin endlich. Nun wird meinem Mann endlich Gerechtigkeit zu teil. Darüber freue ich mich sehr. Am 8.4.2010 haben wir nun endlich den Termin im Institut für Genetik der TU Dresden. Das freut uns sehr, aus einem ersten Vorgespräch geht hervor, dass der Inzest nicht angezweifelt wird und auch nicht die Vaterschaft vom Bruder seiner Mutter. Für Lutz ist das ein großer Tag. Darüber bin ich sehr froh. Endlich bekommt er Gerechtigkeit. Darüber freue ich mich sehr.

Ihre Kerstin Rößler und Ihr Lutz Rößler


05.03.2010

Hallo liebe Nutzer und Besucher unserer Internetseite!

 
Nun ist es schon bald wieder Frühling. Mit einem symbolischen Blumenstrauß möchten Wir Ihnen eine schöne Frühlingszeit wünschen, aber auch allen Danke sagen, die sich postalisch an unserer Internetseite beteiligt haben. Der Dialog ist untereinander wichtig und notwendig.
Heute beginnen wir unsere lnformationen mit einer Lesermeinung zum Buch meines Mannes „Ungeliebtes Inzestkind“. Dieses Hörbuch ist über die Initiative Lebensweg, somit über mich zu beziehen. An anderer Stelle schrieb ich schon, dass ich für die Schwarzdruckausgabe einen neuen Verleger suche. Wir hoffen, es kann uns jemand helfen. Die Rechte liegen bei uns. Ziel ist es, die Bücher nach Bedarf herzustellen und zu vertreiben. 

Nun die besondere Lesermeinung von einem Klassenkameraden meines Mannes Lutz.


Lesermeinung vom 13.01.2010 

„Ungeliebtes Inzestkind“ von Lutz und Kerstin Rößler und Andrea Babara Krauß hat mich nach seiner Lektüre stark erschüttert. Dies ist auch der Sinn dieses Werkes. Es möchte aufrütteln und erschüttern. Vor allem möchten die Autoren ein Tabu durchbrechen, was in unserer heutigen Gesellschaft immer noch herrscht. Die Betroffenen werden gewissermaßen zu Tätern gemacht.
Bevor ich begann, mich mit der Materie zu befassen, war mir der Begriff "Inzest“ gänzlich unbekannt. Die Worte "Inzest", „Bastard" und "Blutschande“, werden landläufig aus Unwissenheit als Schimpfwörter gebraucht. Das eigentliche Opfer einer sexuellen Beziehung innerhalb zweier Verwandter wird zum „Täter" von dem man sich abwendet. Nicht selten wird das Kind, welches innerhalb zweier Verwandten gezeugt wird, behindert geboren.
Im Alter von 28 Jahren erfuhr Herr Rößler durch Zufall von seiner Mutter, dass er dass
Ergebnis eines sexuellen Kontaktes zwischen ihr und ihrem Bruder war. Psychischer
Zusammenbruch, Fragen nach dem Sinn des Lebens, Sehnsucht nach Liebe und menschlicher Wärme und schließlich die Flucht aus der für ihn sinnlos gewordenen Familie, war die Folge.
Herr Rößler ging von 1969 bis 1977 zusammen mit mir in eine Klasse der von ihm im Buch beschriebener Blindenschule. Ich erinnere mich ganz deutlich, dass Lutz engen Kontakt zu unseren Erziehern gesucht hatte. Aus der Kenntnis seines Buches verständlich, stand er doch zu Haus immer abseits und war nicht geliebt. Sein "Vater" trat für uns nie in Erscheinung. Daher blieb die Frage: "Wer ist der Vater von Lutz? Hat Lutz überhaupt einen Vater? Seine Mutter war sachlich und immer kurz angebunden.
Für mich bleibt die Frage: „Wann wachen wir endlich auf und sehen neben unserem eigenen Wohlstand die, die durch Vergewaltigung, ob psychisch oder körperlich, und anderen Missbrauch, gedemütigten Menschen.“
,,Wann erkennen wir endlich, dass sie wirklich Opfer und nicht Täter sind?“
,,Wo sind die Politiker und Juristen, die sich für Opfer von Missbrauch einsetzen?“
,,Wo stehen wir als Gesellschaft, die wir dem Missbrauchten, dem Behinderten und
schwachem Mitglied unserer Gesellschaft endlich ohne Vorurteil mit Verständnis
gegenübertreten und helfend die Hand reichen sollten?"
„Wo ist Liebe? Gibt es sie noch?"

Thomas Löffler, Autor

Unser Kommentar:

Hallo lieber Thomas Löffler!
Vielen Dank für Deine detaillierte und ausführliche Lesermeinung.
Diese belegt sehr deutlich, dass Du lieber Thomas, dich ernsthaft mit dem Thema Inzest und sexuellen Missbrauch befasst hast. Darauf sind wir sehr stolz. Du bist ein Musterbeispiel von Mitbürger und Mensch, der sich trotz eigener Probleme mit der Erblindung, geistig auf bewegende Themen der Gesellschaft einlässt. Mir als sehende Ehefrau von Lutz bist Du ein Vorbild und Ansporn zum Weiterarbeiten.
Lutz ist stolz, einen solchen Klassen- und Schulkameraden zu kennen. 

Nach dieser netten Lesermeinung und unserem Kommentar nun zu einem neuen Thema,
der viel zu milden Bestrafung von Sexualstraftätern, was auch folgende Meldung belegt, die in der „Sächsischen Zeitung“ vom 5. Februar 2010 veröffentlicht wurde. Da diese die Arbeit unserer Initiative Lebensweg berührt, danken wir der „Sächsischen Zeitung“ für die Veröffentlichung. Besonderer Dank gilt dem Autor Alexander Schneider, der mit seinem Bericht dafür sorgt, dass das Thema sexueller Missbrauch in den Medien erhalten bleibt. Nun folgt der Artikel von Herrn Schneider im Wortlaut und danach unser Kommentar. Zunächst die Meldung:


Elfjähriger Nachbarsjunge sexuell belästigt

Aus dem Gerichtssaal

Wegen Missbrauchs eines Elfjährigen wurden in der vergangenen Woche zwei Sextäter trotz Geständnisses zu empfindlichen Strafen verurteilt.
Von Alexander Schneider

Der eine weinte und bekam kein Wort heraus, den anderen schien die Sache vor Gericht weniger zu beeindrucken. Fast zwei Jahre nach einem sexuellen Missbrauch, begangen an einem damals elf Jahre alten Jungen, mussten sich die beiden Männer, die miteinander verheiratet sind nun am Amtsgericht Dresden verantworten. Laut Anklage haben sie sich in Ihrem Wohnzimmer an den Jungen einer Nachbarin herangemacht, fassten ihn ans Geschlechtsteil und ließen sich auch von dem Kind berühren. Schluss war erst, als es zufällig an der Tür klingelte.
Das Kind lebt heute in Türkei.
Die Angeklagten legten ein Geständnis ab. Einer sagte, er habe sich von dem Jungen ebenfalls oral befriedigen lassen wollen, doch das Kind habe dies abgelehnt. Seit der Tat habe der 29-Jährige nach eigener Aussage Albträume. Am meisten bewege ihn bis heute, dass er mit dieser Tat seinen eigenen Kinderwunsch erschwert habe. Der Mitangeklagte (27) sagte dagegen fast frech, das Kind habe angefangen, seinen Partner im Genitalbereich anzufassen.

Auch hätten die Männer von selbst aufgehört, als der Junge nicht mehr wollte.
Doch das darf bezweifelt werden, denn das Kind hatte gegenüber der Polizei und einer Ermittlungsrichterin den Fall so geschildert: Die Klingel war das Stoppsignal. Eine Polizistin beschrieb den Jungen als äußerst verschlossen. Immerhin musste er nicht auch noch im Prozess aussagen. Wegen der Tat lebt der Junge jetzt bei seinem Vater in der Türkei. Bis die Angeklagten auf Geheiß des Vermieters ausgezogen waren, herrschte in dem Wohnhaus dicke Luft. Die Männer behaupteten lange, der Junge habe sich alles einfallen lassen. Das Schöffengericht verurteilte den 29-Jährigen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und seinen Lebensgefährten zu einem Jahr und zehn Monaten. Die Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.


Unser Kommentar:
Wir die Gründer der Initiative Lebensweg Dresden Kerstin und Lutz Rößler, sind entsetzt
über das milde Urteil. Dies ist eine Verhöhnung des Opfers und aller Opfer von Inzest und sexuellem Missbrauch. Das Gericht sollte sich mal fragen, wenn in Ihrem familiären Umfeld so ein Verbrechen begangen worden wäre, ob Sie auch so milde geurteilt hätten. Wenn es auch nie eine dem Leid der Opfer würdige und gerechte Strafe geben wird, so soll sie doch zu zumindest hart und abschreckend sein. Das ist wichtig für den Schutz unserer Kinder. Die Kinder sind unsere Zukunft. In diesem Sinne vereint uns ja der Wunsch nach einer glücklichen und sicheren Zukunft unserer Kinder oder was meinen sie? Liebe Besucher und Nutzer unserer lnternetseite. Für uns ist es wichtig, dass dieses Thema in den gesellschaftlichen Medien bleibt. Wir müssen uns mehr um die Opfer solcher verabscheuungswürdigen Taten kümmern und nicht um die Täter.

Als nächstes möchte ich der Bürgerstiftung Dresden ein herzliches Dankeschön für die gute Betreuung und Organisation für ehrenamtlich tätige Bürger danken. Ich selbst habe drei Lehrgänge besucht. Diese haben mir sehr viel gebracht. In der heutigen Zeit ist im Ehrenamt immer mehr Fachwissen gefragt. Hoffentlich gibt es 2011 neue Angebote. Ein großes Dankeschön auch an die Dozenten, die Ihre Freizeit der Weiterbildung von ehrenamtlich Tätigen Bürgern zur Verfügung stellen. Nicht zu vergessen sind die Sponsoren. Kostenlose Weiterbildung und das noch am Sonnabend ist nicht selbstverständlich In Deutschland. 

Neues Thema
Gratulation: Nach erfolgreicher Wiederwahl gratuliert die Initiative Lebensweg Dresden, die Gründer Kerstin und Lutz Rößler den neu gewählten Vorstandsmitgliedem und den Mitgliedem des erweiterten Vorstandes der Bürgerinitiative Prohlis e.V. recht herzlich. Wir wünschen ihnen Gesundheit, Kaft und Erfolg bei Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit. Unser Glückwunsch geht an Frau Liselotte Gründel,
Frau Karin Nerger, Herrn Günter Koppeel, Herrn Thomas Kutzner, Herrn Detlev Georgy, Frau Katrin Vogel und Frau Kerstin Rößler, die allen Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen dankt. Es ist nicht selbstverständlich, das Vertrauen schon so viele Jahre zu besitzen. Mich macht das unheimlich stolz. Auf gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Gründer der Initiative Lebensweg Kerstin und
Lutz Rößler.

Nun noch eine Stellungnahme zum 13. Februar 1945 und dem Gedenken 13.2. 2010. Wir die Gründer der Initiative Lebensweg, Lutz und Kerstin Rößler, verneigen uns zum einen vor den Opfern der Zerstörung Dresdens, und zum anderen zollen wir den Teilnehmern der Menschenkette 2010 gegen Nazis respekt. Da wir beide aus gesundheitlichen Gründen nicht daran teilnehmen können und konnten, finden wir es gut und wichtig, dass die Dresdner Bürgerinnen und Bürger ein Zeichen gesetzt haben gegen Rechts. Darum weiter so. So ein Krieg darf sich nicht wiederholen. Mein Mann und ich haben ihn glücklicherweise nicht miterlebt. Aber wir kennen die Folgen vom Erzählen und Sehen. Mein Onkel ist am 13. Februar geboren. Mein Opa kam aus dem Krieg mit einem Oberarmdurchschuss zurück. Und wenn wir an das Gedankengut der Nazis denken, gelten wir beide als „behindertes unwertes Leben“. Denn wir können nicht arbeiten. Wir sind auf die Hilfe der Menschen angewiesen. Mein Mann ist durch lnzest blind. Ich bin gehbehindert, und somit gelten wir für die ewig gestrigen braunen Dumpfbacken als „unwertes Leben“. Jeder hat ein Recht auf freie Meinungsäußerung, aber keiner hat das Recht zu bestimmen, wer wie und wann menschenwürdig leben darf. Deshalb ist das Bekenntnis zur Menschenwürde und Demokratie so wichtig. Allen Teilnehmern deshalb unser Dank und Anerkennung für Ihren Einsatz und Teilnahme an der Menschenkette.

Ihre Kerstin und Lutz Rößler

 

04.02.2010

Hallo liebe Nutzer!

Heute beginnen wir mit einem Gastbeitrag von Herrn Michael Ulrich, unserem ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Ich kann mich persönlich nicht zu dem Thema Inzest äußern, doch möchte ich einen Beitrag zum sexuellen Missbrauch geben.

Hallo und guten Tag liebe Besucherin, lieber Besucher!

Ich selbst habe als Kind über Jahre sexuellen Missbrauch, Misshandlung, Nahrungs- und
Freiheitsentzug erdulden müssen. Ein Mensch, der dies nicht selbst erfahren hat, kann sich keine Vorstellung davon machen und schon gar nicht, was für Auswirkungen solche Erfahrungen auf das Leben eines Menschen haben können. Ich selbst habe keine Ahnung, wie es einem anderen Menschen innerlich ergeht der, missbraucht wurde, da diese Erlebnisse und das daraus resultierende Leben individuell wahrgenommen wird.
Aber ich kann mit meinen Erkenntnissen dazu beitragen, Opfer zu helfen, diese Erfahrungen zu verarbeiten.
Zugegeben, es ist keine leichte Arbeit und sie erfordert Mut, sehr viel Mut. 

Warum?

Der Mensch wird mit sich selbst konfrontiert, es ist sehr hilfreich sich selbst zu erkennen.
Solange ich meine Elter für meine Misere verantwortlich gemacht habe, ist mein Hass und Schmerz immer größer geworden und das zunächst über 15 Jahre, ohne dass ich es bewusst gemerkt habe und ich möchte betonen, dass es absolut verständlich ist dies zu tun, bis zu dem Zeitpunkt an dem eine gewisse Erkenntnis in mir wach wurde, die durch einen Suizidversuch ausgelöst wurde.
Ich vergifte und zerstöre nur mein eigenes Leben und meinen Körper mit diesem Verhalten.
Ich weiß selbst, dass diese Erfahrungen ein Albtraum sind und ich möchte auch zu verstehen geben, dass die daraus resultierenden Verhaltensweisen richtig sind und man sich deshalb nicht für schuldig halten sollte. Jedoch ist die einzige Möglichkeit aus diesem Albtraum zu erwachen die Selbsterkenntnis.
Wie verhalte ich mich eigentlich?
Das kann aber nur dann geschehen wenn ich verzeihe, vergebe.

Bitte liebe Leserin/ lieber Leser, verstehen Sie, dass diese Erfahrung subjektiv ist und für niemand anderem so sein muss, sie kann jedoch ähnlich erfahren werden.
Ich habe also begonnen, an mir selbst zu arbeiten, nach dem ich Vergebung ausgesprochen hatte und habe über die Jahre mit meiner Selbsterkenntnis einige ,, Werkzeuge" entwickelt mit denen ich hilfreich zahlreichen Menschen erfolgreich zur Seite gestanden habe.

Hier bei der Initiative Lebensweg besteht also die Möglichkeit, Hilfe zu finden. Den Schritt Dich mitzuteilen können wir nicht für Dich tun.

Wir stehen in unserer heutigen Gesellschaft vor einem großen Problem!

1. Weiterhin werden Kinder sexuell missbraucht!
2. Kinderpornographie besteht weiterhin im Internet!
3. Die Dunkelziffer der missbrauchten Kinder ist weit größer, als man zu glauben wagt!
4. Vergewaltigungen von Frauen haben nicht nachgelassen, auch hier ist die Dunkelziffer sehr groß!
Auch Ehefrauen werden gegen ihren Willen von ihren eigenen Ehemänner missbraucht.

Ich selbst habe erst im Alter von 41 Jahren erfahren, dass mein Vater pädophil ist. Ich hatte alles verdrängt, doch einige meiner Geschwister haben noch Erinnerungen an die Geschehnisse. Es hat neun Jahre in Anspruch genommen, um an die Bilder tief im meinem Unbewussten heranzukommen.
Als ich es erfuhr, fand ich endlich die fehlenden Teile für mein persönliches Puzzle. Aufgrund
meiner Wutausbrüche, Depression und Suizidversuche hatte ich schon 7 Jahre Therapie hinter mir, bis dahin wurden aber nur Ängste, Misshandlung, Nahrungsentzug und Freiheitsentzug behandelt. Das ganze machte aber für mich noch keinen Sinn, denn die Wut und die Depression blieben bestehen. Erst als ich alle Puzzle Teile beisammen hatte, konnte ich mit der richtigen Arbeit an mir selbst beginnen.
Und seitdem erfahre ich tatsächliche Veränderung und Heilung.

Ich habe gelernt, dass der Hass auf einen anderen Menschen nur mir selbst schadet. Und wenn ich hasse, ist der Fokus auf die andere Person gerichtet, aber nicht auf mich.

Liebe Leserin, lieber Leser, ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Vielen Dank! Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg.
Herzliche Grüße von
Michael Ulrich


Kommentar der Gründer der Initiative Lebensweg Kerstin und Lutz Rößler:

Hallo lieber Michael Ulrich!

Als ehrenamtlichen Mitarbeiter kennen und schätzen wir Dich schon eine ganze Weile, wir begrüßen Dich nochmals in unserer Initiative Lebensweg. Dein erster Gastbeitrag ist sehr gut geschrieben, und in einer guten Sprache gehalten, die alle Menschen verstehen, die sich noch nie mit den Themen lnzest und sexuellen Missbrauch auseinander gesetzt haben. Wir hoffen sehr, dass aus unserer Arbeit noch viele gute Beiträge entstehen. Das wünschen sich von ganzen Herzen die Gründer der Initiative Lebensweg Kerstin und Lutz Rößler. 

Das Thema Gewalt hat viele Facetten. Einige sprichst Du ja sehr gut an. Wir als Initiative Lebensweg, wollen auf jeden Menschen einzeln eingehen. Jeder Mensch ist bei uns eine Person und nicht nur eine Nummer. Wir nehmen uns die Zeit zum Zuhören und helfen.
Egal ob es Monate oder Jahre dauert. An Hand Deines Erfahrungsberichtes kann jeder verstehen, warum die Aufarbeitung von Inzest und sexuellem Missbrauch in der Kindheit und später in der eigenen Ehe und Familie so lange dauert. Mein Mann Lutz und ich wissen, wie schwer es ist, über sein eigenes Leben zu reden, jeder Mensch, der das schafft, seine dramatische Lebensgeschichte aufzuarbeiten, so wie Du, Michael, und Lutz, hat meinen und den Respekt der Menschen verdient. Ich habe auch eine versuchte Vergewaltigung erleben müssen, so dass ich dich, lieber Michael, verstehen kann. Aber ich verstehe auch Lutz, der das Ergebnis einer Vergewaltigung ist, noch dazu unter Geschwistern. Mit diesen nachdenklichen Worten möchte ich Sie, liebe Leserin und lieber Leser, zu einer regen und
interessanten Diskussion aufrufen. Zu den genannten Themen, stellen Sie Ihre Fragen, bringen Sie Ihre Ideen und Gedanken ein. Wir freuen uns auf viele nette Gespräche. Mit freundlichen Grüßen
das Team der Initiative Lebensweg Michael, Lutz und Kerstin.



Information

Wer das Angebot unserer Webmasterin Frau Ingrid Körner persönlich kennen lernen will, der besuche Sie auf dem Albert Wolf Platz 4 in 01239 Dresden. Sprechzeit ist montags 15 – 18 Uhr. Bei dieser Gelegenheit ist es den Gründern der Initiative Lebensweg ein Herzensbedürfnis, ihr zum 10jährigen Geschäftsjubiläum zu gratulieren. Wir danken ihr für die gute Zusammenarbeit, die hoffentlich noch lange dauert. Liebe Ingrid alles Gute, viel Gesundheit, zahlreiche treue Kunden, möge sich alles erfüllen, was Du Dir selbst wünschst, Dein Lutz und Deine Kerstin. Wir schätzen Dich nicht nur als zuverlässige Geschäftsfrau, sondern auch als Mensch und langjährige ehemalige Nachbarin. Liebe Ingrid, von Anfang an warst du mir eine Freundin und Hilfe bei der Computerarbeit und nicht nur dabei. Unser Logo ist in Deinem Büro von Katja Damme entwickelt worden. Dafür Danke. Auch im Namen der Nutzer unserer Seite. Dass sie immer besser besucht wird, ist auch Dein Verdienst. Wir sind sehr froh, Dich liebe Ingrid zu kennen. Mit gutem Gewissen kann ich sagen, wir sind nicht die einzigen, die in Prohlis so denken.

Nun zur Post Ecke.

Allen die uns geschrieben haben vielen Dank, wir haben uns sehr gefreut.
Besonders möchte ich dem Präsidenten des Sächsischen Landtages Herrn Mathias Rößler und Frau Staatsministerin Christine Claus danken, Ihre Antworten bedeuten uns sehr viel. Wir, die Gründer der Initiative Lebensweg, wissen es sehr zu schätzen, wenn sich die Staatsministerin Zeit nimmt und Anfragen beantwortet. Mit großer Freude konnten wir feststellen, dass unsere Meinungen gar nicht so weit auseinander liegen. Auch danke ich den Fraktionsvorsitzenden von CDU und den Fraktionsvorsitzenden der Linken und der FDP für Ihre Stellungnahme, diese sind sehr interessant und bei mir zu den Sprechzeiten einzusehen. Das solls für heute gewesen sein. 

Liebe Grüße aus Dresden
die Gründer der Initiative Lebensweg 
Lutz und Kerstin Rößler.


 

06.01.2010

Liebe Besucher und Nutzer unserer Internetseite

Zuerst übermitteln wir Ihnen / Euch die besten Wünsche zum Neuen Jahr. Bleiben oder werden Sie gesund. Es soll sich alles erfüllen, was Sie sich selber wünschen. Für uns endete das alte Jahr mit einem Paukenschlag. Nach einem Jahr geht es nun weiter mit unserem beim Sozialgericht Dresden anhängigen Verfahren. Ab 16.2.2010 soll nun endlich das vom Gericht angeordnete Gutachten vorliegen. Insgesamt kämpfen wir ja schon 10 Jahre. Hoffentlich müssen wir nicht noch weiter kämpfen. Wir können die Angst der Opfer von Inzest und sexuellem Missbrauch verstehen, sich zu öffnen. Die Gesellschaft geht noch viel zu wenig auf die Opfer zu. Auch wird den Opfern viel zu wenig sofort geglaubt. Ich hoffe im Interesse meines Mannes und als Musterfall für Sachsen auf einen menschenwürdigen Vergleich. Die Lage ist ja nun für beide Verfahrensbeteiligten ungünstig. Zum einen, die Hauptzeugin, das Vergewaltigungsopfer, ist verstorben. Der Täter erkennt zum einen meinen Mann Lutz als seinen Sohn an, sogar noch vor Gericht. Noch während des Verfahrens zur Feststellung der Vaterschaft. Inzest ist Inzest und nach § 173 des Strafgesetzbuches der Bundesrepublik Deutschland strafbar. Übrigens war das auch in der ehemaligen DDR strafbar. Nur wurde über Inzest und sexuellen Missbrauch nicht öffentlich gesprochen. So was passte ja nicht in die heile Welt des Sozialismus. Darum wissen die Menschen auch sehr wenig über das Thema. In den alten Bundesländern geht man offener mit dem Thema um. Mein großes Vorbild Das von Frau Ulrike Dierkes. Sie hat als selbst betroffenes Inzestopfer den Verein M.E.L.I.N.A. e.V. Stuttgart gegründet. Und ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. Sie hat zwei Bücher geschrieben. Die Menschen müssen sich über das Thema informieren, egal ob betroffen oder nicht. Nun ein Beispiel, wie ein Gewaltopfer den Mut fand und sich gegen die Gewalt seiner Frau zur Wehr setzte. Der Mann trennte sich von seiner Frau und entdeckte die Internetseite www.ProMann.de . Seine Geschichte erzählte er in der Talkshow „Ein live Domian“ im WDR Fernsehen. Mein Mann und ich entdeckten diese Sendung vor vielen Jahren. Seither gefällt sie uns immer mehr. Leider kommt sie erst in der Nacht um 1.00 Uhr. Das ist sehr schade. Zum einen, weil man sehr viel lernen kann aus der Lebenserfahrung der anderen Menschen. Zum anderen hat eine Sendung, die von einem Mann moderiert wird, welcher Träger des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland ist, einen würdigeren Sendeplatz verdient. Jürgen Domian gibt nicht nur seinen Namen für den Sendetitel her, sondern auch seine ganze menschliche Herzenswärme, anderen Menschen mit Rat und Tat zu helfen. Sein Team ist eine große Hilfe. Deshalb will ich heute mal die Männer ansprechen. Besuchen Sie mal unsere Internetseite und haben Sie den Mut, sich bei Fragen auch an unseren ehrenamtlichen Mitarbeiter Michael Ulrich zu wenden. Wir helfen gern. Mit Rat und Tat.. Auch im gerade begonnenen Neuen Jahr. Sie sind nicht allein. Jede Frage wird beantwortet, bei Bedarf auch in Blindenschrift. 
Eine weitere Freude ist, dass der Behinderte, von dem wir im Dezember-Eintrag 2009 schrieben, freigesprochen wurde. Ein großes Lob für die menschenwürdige Entscheidung an das zuständige Gericht. Und dem Opfer einen herzlichen Glückwunsch zum Sieg von den Gründern der Initiative Lebensweg Dresden Lutz und Kerstin Rößler.
Für uns und unsere Initiative hat da Jahr mit einem Paukenschlag begonnen. AB dem 16.2.2010 geht nun unser Verfahren beim Sozialgericht weiter. Im Sinne der Gerechtigkeit setze ich voraus, zu Gunsten meines Mannes und aller Inzestopfer in Sachsen. 

Für die netten Worte zum Weihnachtsfest möchten wir uns ganz herzlich bedanken beim Präsidenten des Sächsischen Landtages Herrn Dr. Mathias Rößler, bei Frau Ingrid Körner, der Inhaberin des Online-Treff in Prohlis, bei den Beamten des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz, Frau Angelika Frauendorf und Herrn Eduard Gauggel, Referatsleiter. Dankeschön auch an unsere Freunde Andrea und Uwe. Sowie an alle, die an uns privat gedacht haben.

Hallo Frau Hartmann vom Sozialamt Dresden! Das Hörbuch und die liebe Karte sind angekommen. Besonders die netten Worte von Ihnen haben uns sehr gefreut. Ihre Familie Rößler. Damit möchte ich schließen. Allen noch mal die besten Wünsche zum Neuen Jahr.

Kerstin und Lutz Rößler

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