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Geschichten
aus dem alten Prohlis
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Das Mausoleum der Freiherren v.
Kap-herr
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Bereits zum 7. Herbstfest im Jahr 1998 wurde an dieser Stelle ausführlich über
das in den Jahren 1871 – 1872 vom damaligen Besitzer des Rittergutes Lockwitz,
Carl Johann Freiherr v. Kap-herr, als Erbbegräbnisstätte für seine Familie erbaute
Mausoleum berichtet.
Es befindet sich in nördöstlicher Ausrichtung (Richtung St.
Petersburg) auf dem mittlerweile durch Wildwuchs bewaldeten Teil des Krähenhügels oberhalb von Lockwitz, welcher heute
auch Krähenwald genannt wird.
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Das
Mausoleum vor 1945
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Durch
den im griechischen Tempelstil errichteten Eingangsüberbau gelangte man über eine Treppe in den sandsteinumwölbten Gruftbau mit 48 Grabkammern.
Doch die vollständigen Plünderungen und Vandalismus ab 1945 gaben Anlass, Gruft und Treppe im Jahr 1994 baulich zu versiegeln.
Aufgrund des traurigen Zustandes dieser Erbbegräbnisstätte hatte der Verfasser damals wenig Hoffnung für dieses Bauwerk,
welches heute zu den letzten beiden vorhandenen Semper/Nicolai-Bauten in Dresden zählt.
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Doch es gibt Neues zu berichten,
denn nach langwierigen Verhandlungen mit mehreren Rechtsträgern gelang
es Ende vergangenen Jahres einem Nachkommen der Prohliser Freiherren v. Kapherr,
den im Jahr 1945
enteigneten Krähenwald mitsamt dem Mausoleum zurückzukaufen.
Seitdem wurde eine
Grundkonzeption zur
Instandsetzung der Erbbegräbnisstätte erstellt. Um hierfür den
Bauzustand analysieren zu können, musste die Gruft wieder geöffnet und von großen Mengen Schutt
und Unrat beräumt werden. Die wenigen dabei noch gefundenen Ausstattungselemente
(z.B. Sarggriffe oder Grabplattenteile) wurden sichergestellt. Zwischenzeitlich ist das Mausoleum teilweise auch
wieder von weitem sichtbar. Und sobald die Finanzierung abgesichert ist, kann mit den Baumaßnahmen begonnen werden.
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Gruft
nach Öffnung 2006
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So soll das Mausoleum der Freiherren v. Kap-herr seine Würde als ehemalige Erbbegräbnisstätte zurückerhalten. Es soll trotz großer Veränderungen im Umfeld als ein Stück Lockwitzer Geschichte und Tradition bewahrt werden, mit dem Ziel, als identitätsstiftende Einrichtung für
das in vieler Hinsicht sehr vernachlässigte Dorf Lockwitz zu wirken.
Dieser
Artikel erschien im Jahr 2006 in der Festschrift des 15. Prohliser Herbstfestes.
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