NEWSLETTER  11/2012  PROHLIS-ONLINE

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Nachgefragt: Kinderarmut in Prohlis  

Im April-Newsletter berichteten wir über eine Veranstaltung zur Kinderarmut in Prohlis. Engagierte Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen Wirkungsbereichen diskutierten vielfältige Aspekte dieses beunruhigenden Themas.

Drei Teilnehmer der Veranstaltung bat ich um ihren Kommentar aus heutiger Sicht. Denn höchst aktuell ist dieses Thema für unseren Stadtteil auch weiterhin:


 

 

Kommentar von Stadtrat Hans-Jürgen Muskulus, DIE LINKE

 


1. Der Beratungs- und Unterstützungsbedarf für möglich zu beantragende Leistungen ist insbesondere in den Wohngebieten Prohlis und Am Koitzschgraben besonders hoch. Hier gilt es Wege zu finden, den betroffenen Personenkreis besser zu erreichen.
Es wird zu keinerlei Ausbau der Beratungs- und Unterstützungsbedarfes in Prohlis und Am Koitzschgraben
kommen. Im Gegenteil. Da der Anteil der Kinder und Jugendlichen in diesem Gebiet zurückgeht, obwohl der Anteil der Hartz IV beziehenden hier neben Gorbitz am höchsten ist, werden die Jugendhilfestrukturen
zurückgefahren. Weitere Kürzungen erfolgen beim Programm „Soziale Stadt“.

2. Insbesondere wurde als Problem benannt, dass es sehr schwierig ist, die Eltern zu erreichen, um deren Verantwortung zu stärken. Manche Angebote scheitern an der „Komm-Struktur“ vorhandener Aktivitäten. Die bestehende soziale- und Bildungs-Infrastruktur: Kita – Schule – Hort gilt es zu sichern und auszubauen. Sie muss noch besser genutzt werden, um mit den Eltern ins Gespräch zu kommen.

3. An einem konkreten Beispiel wurde vorgerechnet, dass der erste Schultag ca. 400 € kostet. Angesichts dessen, dass bedürftige Eltern nach Vorlage der Belege gerade mal 100 € (geteilt in Dresden in 60 € zu Beginn des Schuljahres und 40 € im zweiten Halbjahr) Unterstützung erhalten ist das für viele Familien aus eigener Kraft nicht machbar)."

Frage:
Wie sieht es aus heutiger Sicht aus? Gibt es "bessere" Zahlen zwecks Unterstützung? Wie viele Eltern erhielten Gelder bzw. wie sieht das Verhältnis von bereitgestellten Mitteln zu abgerufenen Mitteln in Dresden aus? Wurden Gelder umgewidmet, soll heißen für andere Stadtbelange eingesetzt bzw. entfremdet? - Welche Schritte wurden unternommen? Mit welchem Ergebnis?

(Aus dem Protokoll: Zum Beispiel nahmen die StadträtInnen den Auftrag an, sich um die Entbürokratisierung in der Beantragung von Unterstützung (Bildungspaket und Weiteres) zu bemühen.)
 

Antwort:
Im zuständigen Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Wohnen, aber auch im Beirat des Job- Centers Dresden, wurde das Problem der schwer verständlichen Anträge und des komplizierten Antragsverfahrens angesprochen. Zu den Anträgen wurde eine Vereinfachung bzw. Veränderung abgelehnt mit der Begründung, das wären bundesweite Antragsformulare und die könne man gar nicht in einer Stadt ändern. Die Stadtverwaltung vertreten durch Bürgermeister Seidel war weiterhin der Meinung, die Eltern ausreichend informiert zu haben. Schließlich habe man einmal einen Brief an alle betroffenen geschrieben, so dass sie genügend informiert wurden. Es wird hierbei jedoch vergessen, dass es immer wieder neue Eltern als Betroffenen gibt und ein Brief nicht den gesamten Beratungsbedarf abdeckt.
Als Neuerung und Erleichterung für alle wurde seitens der Stadtverwaltung jetzt angeboten, die Anträge des
Bildungs- und Teilhabepaketes nunmehr in allen Ortsämtern stellen zu können. Ob dies tatsächlich eine
Vereinfachung darstellt, darf bezweifelt werden. Denn jetzt müssen die Eltern neben dem Job- Center eine
weitere Behörde aufsuchen, damit ihre Anträge bearbeitet werden. Nach wie vor ist es so, dass nur
ca. 60 % der Mittel ausgegeben werden. Es gibt bemessen auf die Anzahl der möglichen Antragsteller zu wenig Anträge oder anders ausgedrückt, zu viele Eltern scheuen den Antrag oder wissen nicht von der Möglichkeit Anträge auf Förderung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket zustellen. Die meisten Anträge betreffen das Essengeld. Die Eltern bezahlen dabei je Schultag einen Euro. Schwierig ist ein Antrag auf Lernförderung, denn hier muss erstens die Schule bestätigen, dass dies notwendig ist und in der Schule nicht geleistet werden kann und zweitens muss der/die Schüler/in versetzungsgefährdet sein.
Die Unterstützung der musischen Bildung mittels BuT erfolgt fast nicht, weil das Geld (10 Euro) pro Monat
nicht ausreicht- weder für den Kauf eines Instruments noch für die Bezahlung einer Musikstunde und schon gar nicht für die Fahrtkosten zur Musikschule. Besser läuft es mit den Anträgen für eintägige Ausflüge
und mehrtägige Klassenfahrten sowie für den Schulbedarf. Beim Schulbedarf wird zwar schnell die
Fördergrenze von 100 Euro pro Schuljahr erreicht, doch seit es ein Grundsatzurteil über die Kostenfreiheit für sämtliches Schulmaterial in Sachsen gibt, gelingt es Eltern besser zu Recht zu kommen.

 


   

   

Sozialarbeiterin Heike Löffler

 

Ein weiterer Diskurs und Ableitungen zur Problematik ist dringend nötig, zeigt sich die Komplexität der
Auswirkungen von Armut im Stadtteil Prohlis besonders deutlich. Die Konferenz zur Kinderarmut 2012 griff das Thema auf und konnte Impulse geben.

Der Anteil der Menschen ohne Arbeit unter den 18 bis 64-Jährigen des Gebietes betrugt 2011 18 % und ist
damit im Vergleich zum städtischen Durchschnitt von 7,1 Prozent, mehr als doppelt so hoch (Quelle
Stadtplanungsamt). Das vielfache Engagement der pädagogischen Fachkräfte in den Kitas, Horten, Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe kann den Kindern tagtäglich Hilfe und Unterstützung bieten. Hier werden die komplexen Auswirkungen der Armut und Nichtteilhabe auf die Kinder deutlich wahrgenommen. Eine zunehmende Vernetzung aller gesellschaftlichen Kräfte, besonders in den genannten Bereichen ist eine positive Entwicklung. Im Jahr 2012 ist ein Sterben von Projekten bürgerschaftlichen Engagements in Prohlis zu beklagen, u.a. wegen fehlender Rahmenbedingungen/Finanzierung. So stellte der JIL Bunker mit seinen
generationsübergreifenden Profil seine Arbeit ein, der Mietertreff Kleeblatt, der Verein Idee 01239 und
Querformat e.V.* – diese Verluste wiegen schwer und fehlen den hier engagierten Menschen sowie den
NutzerInnen. Neu im Stadtteil ist seit 1.9.2012 das Projekt „Theater macht sich eine Platte“ VSP e. V., gefördert von Aktion Mensch für 3 Jahre, das insbesondere Angebote für Kinder in den Bildungseinrichtungen macht. Die Förderung durch die Kommune/Land/Bund im Bereich der Jugendhilfe und Kultur sind im Stadtteil rückläufig (z.B. Einstellung Programm „Soziale Stadt“/Bereich Soziales 2010). Die herausfordernde Akquise
zusätzlicher Fördermittel für den Stadtteil obliegt dem individuellen Engagement einzelner Menschen oder Träger – das kann die Angebotsstruktur zwar beleben, jedoch nicht nachhaltig sichern.
Die aktuell anstehenden Entscheidungen zur Förderung im Bereich der Jugendhilfe werden deutlich machen, welchen Stellenwert Kinder und Jugendliche in der Kommunalpolitik haben (Entscheidungen Stadtrat zum
Finanzhaushalt). Zu erwartende Kürzungen sind nicht hinnehmbar.
Um der Armut entgegenzuwirken sind grundsätzliche und strukturelle tiefgreifende Veränderungen nötig.
Hier
nur einige Aspekte:
Teilhabe der Eltern am Arbeitsmarkt und damit Veränderung der Einkommenssituation; die Sicherung eines menschenwürdigen Grundeinkommens für Menschen ohne Teilhabe am Arbeitsmarkt; die grundlegende Umstrukturierung des derzeitigen, früh ausgrenzenden Bildungssystems und damit die Schaffung
von Chancengleichheit – Inklusion; die Veränderung der Betreuungsschlüssel in Kita/Schule/Hort;
eine soziale und kulturelle Mischung der Wohnbevölkerung im Stadtteil ist förderlich und notwendig (Eindämmung der Segregationsprozesse).

Dies soll in der Kürze nur einige Aspkete darstellen.
Dresden, 1.11.2012
Heike Löffler VSP e.V.

* Bemerkung der Redaktion: Querformat e.V. erhielt noch einmal eine Chance, zumindest für ein Jahr neue Räume zu beziehen.


 

Stadtteilmanagerin Veronika Gottmann

 


Frage:
Wird es einen neuen Wegweiser für Prohlis geben?

Antwort:
Eine Neuauflage des Wegweisers für Prohlis ist aktuell und auch für 2013 nicht geplant, da 2012 die Ortsamtsbroschüre mit den Adressen aller Einrichtungen erschienen ist.
 

Fragen und Fotos: Ingrid Körner

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